Unsere Preisträger
Verleihung des Bayerischen Archäologiepreises Schule in Bamberg
Am 3. Juni 2011 überreichte Jürgen Fleckenstein als stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft für Archäologie den Bayerischen Archäologiepreis Schule am Clavius-Gymnasium in Bamberg. Nach der freundlichen Begrüßung durch den Schulleiter OStD Funk würdigte Jürgen Fleckenstein die Leistungen und das herausragende Engagement von 21 Schülerinnen und Schüler sowie der Projektleiterin, StRin Dr. Stefanie Mauder.Das ausgezeichnete Projekt "Mittelalterarchäologie" bestand aus zwei Teilen:
An der Lehrgrabung im Juli 2010 unter der Leitung des Bamberger Stadtarchäologen Stefan Pfaffenberger M. A. nahmen 14 Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufe teil. Durch die Grabung wurde die genaue Lage des abgegangenen Kapuzinerklosters ermittelt, an dessen Stelle heute das Clavius-Gymnasium steht. Darüber hinaus gewannen die hoch motivierten Schülerinnen und Schüler unter fachkundiger Leitung einen Einblick in archäologische Arbeitstechniken vom Abtiefen eines Schnittes mit Pickel und Schaufel über das Putzen der Profile und Plana, das Einmessen von Höhenpunkten und das Messen und Zeichnen der Profile bis zur Auswertung der vielfältigen Funde aus dem 12. bis 20. Jahrhundert.
Den zweiten Teil des Projektes "Mittelalterarchäologie" bildete das Wahlfach Mittelalterarchäologie unter der Leitung von StRin Dr. Stefanie Mauder M.A. Zwölf Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufe, z. T. schon mit Erfahrung aus der Lehrgrabung, setzten sich im Archäologie-Unterricht mit den methodischen Grundlagen des Faches, vielfältigen Aspekten mittelalterlicher Alltagskultur und ausgewählten Fundorten auseinander. Dabei standen neben der Auswertung von Texten, Internet- und Bildquellen auch praktische Arbeiten wie das Zeichnen von Funden, der Bau von Modellen, die Präsentation einzelner Funde aus der vorangegangenen Grabung und Besichtigungen und Führungen vor Ort auf dem Programm.
Das Preisgeld wird zur Finanzierung des Projekts verwendet – und ein Eis für die eifrigen Nachwuchs-Archäologen gibt es auch noch.
Dr. Mauder
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| StRin Dr. Mauder, OStD Funk, StD Jürgen Fleckenstein, GfA | Schüler mit v. l. n. r. Stefan Pfaffenberger M. A., OStD Funk, StRin Dr. Mauder, StD Jürgen Fleckenstein, GfA |
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| OStD Funk, StD Jürgen Fleckenstein, GfA | |
Verleihung des Bayerischen Archäologiepreises Schule in Regensburg
Am 12. Mai 2011 erhielten die Schülerinnen des St. Marien-Gymnasiums der Schulstiftung der Diözese Regensburg von der Gesellschaft für Archäologie in Bayern den Bayerischen Archäologiepreis Schule. Jürgen Fleckenstein, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft, reiste extra an, um den Preis zu überreichen. Neben den 25 Schülerinnen, die in unterschiedlichen Kursen an diesem besonderen Archäologie-Kooperationsprojekt mitgearbeitet hatten, nahmen die beteiligten Lehrkräfte, StRin Katrin Kunert (Archäologiekurs), StRin Heidrun Lanzendörfer und OStRin Beate Mathe (P-Seminar „Römer in Regensburg“) sowie die Schulleitung teil. Als Gast begrüßten wir Frau Dr. Codreanu-Windauer vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.Jürgen Fleckenstein dankte den Schülerinnen für ihre hervorragende Arbeit. Die Teilnehmerinnen des Archäologiekurses hatten zu den Funden, die beim Schulneubau archäologisch ausgegraben worden waren, eine sehenswerte Ausstellung konzipiert und einen wissenschaftlichen Katalog verfasst. Sie haben die einmalige Chance genutzt, Kleinfunde aus einer römischen Villa aus dem 2./3. Jh., die sich in der Baugrube des neuen Gebäudes zeigten, zu untersuchen und in einer Dauerausstellung zu präsentieren. Die Schülerinnen des P-Seminars „Römer in Regensburg“ gestalteten Informationstafeln, die zu den einzelnen Funden zahlreiche Hintergrundinformationen geben. Sie werden vor allem im Anfangsunterricht Latein sowie Geschichte genutzt. In diesem Rahmen kommen auch die selbst verfassten fiktiven Briefe eines römischen Legionärs zum Einsatz.
In seiner Laudatio hob Jürgen Fleckenstein hervor:
„Die Gesellschaft für Archäologie in Bayern hat sich auch der Aufgabe verschrieben, die Anliegen und Ziele von Archäologie und Denkmalpflege in die nächsten Generationen zu tragen. Ein Programm dafür haben wir mit vielen Experten entwickelt und im „Weißenburger Memorandum“ festgeschrieben. Wir wollen Archäologie und Denkmalpflege in den Schulen stärken. Ein Schritt auf diesem Weg ist unser Bayerischer Archäologiepreis Schule, dotiert mit 300,- Euro. Ich freue mich, hier und heute diesen Preis im Namen der Gesellschaft für Archäologie und ihrer immerhin fast 3.000 Mitglieder vergeben zu können. Damit zeichne ich das besonders vorbildliche Archäologie-Projekt am St.-Marien-Gymnasium der Schulstiftung der Diözese Regensburg aus. Viele Schülerinnen des P-Seminars und des Profilfaches Archäologie haben über ein ganzes Jahr vor Ort archäologisch gearbeitet. Gemäß dem Motto unseres Archäologiepreises „Schüler gehen in die Archäologie – die Archäologie kommt in die Schule“ haben die Schülerinnen mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege / Frau Dr. Codreanu-Windauer und mit dem Historischen Museum Regensburg / Herrn Dr. Boos zusammengearbeitet. Das Ergebnis ist beeindruckend: eine Dauerausstellung der Funde im Schulhaus, sehr schön gestaltete Informationstafeln und ein attraktiver Katalog – ein Info-Ensemble, das mit Gewinn auch für den Unterricht genutzt wird.“
Zum Schluss dankte Jürgen Fleckenstein dem Schulleiter, Herrn Linder, der das Projekt ermöglicht und gefördert hat.
Das Preisgeld wird weiterhin für Archäologie-Projekte an der Schule verwendet: Die Ausstellung wird für viele Schülerinnengenerationen lehrreich zur Verfügung stehen. Zwar verabschieden wir die meisten Teilnehmerinnen nach den Abiturprüfungen, aber die Nutzung der Dauerausstellung beginnt erst. Zur Zeit erarbeitet der neue Archäologiekurs 2010/11 mehrere Lern-Boxen für den Anfangsunterricht Geschichte in der 6. Klasse. Gleiches ist für die Oberstufe zum Thema: römische Antike geplant. Ziel dieses neuen Projektes ist die effektive Nutzung der - in dieser Form - einmaligen Ausstellung im Unterricht, ohne trockene Lehrbuchtexte.
Auf der Jahrestagung in Parsberg werden Vertreterinnen des Kurses das gesamte Projekt und auch die neuen Ergebnisse vorstellen.
Katrin Kunert
Über die Preisverleihung berichtet auch die "Mittelbayerische Zeitung" am 20. Mai 2011
in einem umfangreichen Artikel (pdf)
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