Lehrgrabung Burgruine Raueneck

Nach einigen Hindernissen - der Weg zur Burg war für ein paar gefällte Baumstämme als Zwischenlager genutzt worden, der Bauwagen und die Toilette kamen erst am Nachmittag - konnten wir bei brütender Hitze loslegen.

Ziel der Grabung war ein Sondierung der Gegebenheiten an den Burgmauern. Die Ergebnisse der Grabung dienten als eine Grundlage für das Vorgehen bei der bevorstehenden Sanierung.

Drei Schnitte sollten gemacht werden:
- Hofbereich an der Mauer der alten Kapelle
- innen an der Mauer zum Burggraben (Stelle des Schießerkers außen)
- außen an der Mauer auf Höhe des Schießerkers

Zum Teil rodeten wir die Grabungsflächen selber, zum Teil half der endlich gekommene Minibagger, ein paar sehr fest sitzenden Wurzelstöcke aus dem Boden zu hebeln.
Nach einigen Mühen konnten wir unser erstes Planum putzen, fotografieren, zeichnen, colorieren und die Meßpunkte nehmen.

Wir gruben tiefer. Es kamen Steinplatten des Hofes aus dem 14. Jh. zum Vorschein.
An der Burgmauer zum Graben hin legten wir ebenfalls Steinplatten frei. Hier könnte der ehemalige Küchenbereich gewesen sein.

Unser Grabungsleiter, Dr. Zeune, unternahm mehrere Exkursionen mit uns. Wir besichtigten die Burgruine Lichtenstein, gingen auf die Altenburg und fuhren nach Sesslach. Dieses Städtchen besitzt noch ihre komplette Stadtmauer.

Ganz überraschend tauchte auch noch ein Fernsehteam auf der Grabung auf. In der Abendschau für Franken wurden wir als Teilnehmer eines "Abenteuerurlaubes" angekündigt, die bei brütender Hitze eine Burg ausgraben.

Am letzten Abend beschloß eine Grillfeier in dieser idyllischen Umgebung eine sehr lehrreiche und außergewöhnliche Grabung. Viel zu schnell mussten wir wieder nach Hause fahren.

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Herzlichen Dank für das Bildmaterial an Gisela Mahnkopf

Abbildungnachweis: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken, Ebern, Kommission für bayerische Landesgeschichte München, 1964



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