Veranstaltungen in Oberbayern (Sep. - Nov. 10)
Arme Seelen in der Unterwelt - Erdställe
Vortrag: Heidi Bauer u.a.
16. Nov. 10 (Di.), 19:00 Uhr, Bürgerhaus Emmering, Lauscherwörth 5, 82275 Emmering
Weitere Informationen auf den Seiten des Historischen Vereins für die Stadt und
den Landkreis Fürstenfeldbruck e.V.
Karfunkelstein und Seide
Neue Schätze aus Bayerns Frühzeit
Archäologische Jahrhundertfunde passieren in Ägypten, Griechenland, Kleinasien und manchmal auch direkt vor unserer Haustüre: in diesem Fall vor den Toren Münchens, in Unterhaching.
Erstmals sind Objekte in die Archäologische Staatssammlung gelangt, die in der Lage sind, der bereits 1881 entdeckten Bügelfibel von Wittislingen den Rang als „Superstar des frühen Mittelalters" abzulaufen. Die sensationellen Schmuckstücke stammen aus Gräbern in Unterhaching bei München, die in der Zeit um 500 angelegt worden waren, eine Epoche, in der sich der Stamm der Bajuwaren zu formieren beginnt.
Neben der Präsentation der restaurierten und wissenschaftlich ausgewerteten Objekte werden in der Ausstellung auch die modernen Arbeitsweisen der Archäologie vorgestellt, die von der Anthropologie bis zu der gewaltigen PIXE (Proton-induced-X-ray-emission)-Anlage in den Kellern des Louvre reicht. Nicht zuletzt soll ein historisches Grundwissen über die Zeit des Frühen Mittelalters vermittelt werden. Die Funde von Unterhaching haben unsere wissenschaftliche Erkenntnis über diese Epoche auf eine neue Basis gestellt. Deutlich zeichnet sich jetzt das Tal südlich von München als ein Machtzentrum ersten Ranges ab. Die dort im 5. Jahrhundert n. Chr. ansässige Familie war in der Lage, sich mit Seide aus China, Edelsteinen aus Rajahstan und Schmuckstücken, die in den exklusivsten Goldschmiedewerkstätten Italiens hergestellt worden waren, zu versorgen.
Begleitet wird die Sonderausstellung durch zahlreiche Führungstermine und Vorträge.
verlängert bis 12. Sep. 10
Archäologische Staatssammlung München, Museum für Vor- und Frühgeschichte
Weitere Informationen auf den Seiten des Museums
Ursprung der keltischen Archäologie: Die Brück von La Tène - ein Schauplatz grausamer Menschenopfer?
Im November 1857 entdeckte ein Fischer bei La Tène am Ausfluß der Zihl aus dem Neuenburger See im seichten Wasser zwischen den Pfahlstümpfen einer antiken Holzbrücke zahlreiche eiserne Schwerter und Lanzenspitzen. Diese epochale Entdeckung steht am Anfang der keltischen Archäologie. Die Funde von La Tène wurden schnell weltweit bekannt und gaben dem Zeitabschnitt der jüngeren Eisenzeit Europas nördlich der antiken Welt den bis heute üblichen Namen La-Tène-Zeit (ca. 450 vor Chr. bis etwa 20/15 vor Chr.), während die Begriffe La-Tène-Stil und La-Tène-Kultur sich im wesentlichen auf den Kelten zugewiesene archäologische Hinterlassenschaften beziehen.
Dank des Entgegenkommens der Initiatoren und Leihgeber wird diese Ausstellung nun auch im kelten römer museum manching gezeigt. Erstmalig ist La Tène das Thema einer Sonderausstellung in Deutschland. Präsentiert werden Objekte aus den Museen Biel, Zürich, Hauterive (Laténium), Lausanne, Genf und Bibracte sowie die überraschenden Ergebnisse neuester wissenschaftlicher Untersuchungen an den Menschen- und Tierknochen von La Tène: Auch 150 Jahre nach der Entdeckung bleibt die Fundstelle La Tène ein ebenso berühmter wie rätselhafter Fundort.
Sonderausstellung des kelten römer museums manching
von 06. Feb. bis 07. Nov. 2010
kelten römer museum manching, Im Erlet 2, 85077 Manching
Weitere Informationen auf den Seiten des Museums
Erdställe – Rätselhafte unterirdische Anlagen
Die Sonderausstellung nimmt geheimnisvolle, unterirdische Gangsysteme in den Blick. Die so genannten „Erdställe“ (die Bezeichnung Erdstall steht für eine „Stelle“ in der Erde) sind künstlich angelegte, labyrinthische Gänge im Untergrund alter Siedlungsplätze.
In Bayern sind mehr als 700 solcher Anlagen aus der Zeit vom 10. bis 12. Jahrhundert bekannt. Bis heute ist die Funktion dieser Bauten ungeklärt. Handelte es sich um Zweckbauten oder Kultstätten? Wer errichtete diese teils aufwändigen Anlagen?
Sonderausstellung des Freilichtmuseums Glentleiten
noch bis 11. Nov. 2010
Freilichtmuseum Glentleiten, 82439 Großweil
Weitere Informationen auf den Seiten des Freilichtmuseums
Alles geritzt: Botschaften aus der Antike
Geschichten aus der Römerzeit
Die Ausstellung, die die Archäologische Staatssammlung München dem Wittelsbachermuseum zur Verfügung stellt, entstand in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg. Einige Ausstellungsstücke stammen auch von der Universität Heidelberg sowie von den Museen der Stadt Regensburg. Im Zentrum stehen dabei kleinere Inschriften, die sogenannten „römischen Graffiti“, die im Gegensatz zu den großen Inschriften auf antiken Denkmälern oder Triumphbögen meist eher privater Natur waren und oft „nette Geschichten und Geschichtchen“ aus dem Alltag der im römischen Reich lebenden Personen erzählen.
Sonderausstellung des Wittelsbachermuseums
von 19. Mrz. bis 28. Nov. 10
Wittelsbachermuseum Aichach, im Unteren Stadttor
Öffnungzeiten: täglich von 14 bis 16 Uhr, außer Montag
Weitere Veranstaltungen für die Region Oberbayern Nord entnehmen Sie bitte der von unserem Regionalbeauftragten Kurt Scheuerer gepflegten Homepage !